3 Tipps für mehr Freiheit im Alltag

Hallo ihr Lieben. Das ist mein erster Eintrag und hier bekommt ihr eine Idee, wie ihr euch den Blog vorstellen könnt. Ich werde euch praktische Tipps zum Thema Freiheit, Selbstbestimmung und Autonomie mitgeben.

Wenn ihr zu einem Thema mehr wissen wollt, schreibt mir einfach; wenn euch irgendetwas komisch vorkommt, schreibt mir! Ich freue mich! Enjoy ✿♥✮♥✿

1. Konventionen hinterfragen

Konventionen zu hinterfragen bedeutet die Freiheit zu nutzen, kritisch zu sein: Wenn man hinterfragt, warum man bestimmte Sachen machen oder nicht machen sollte, dann erreicht man dadurch mehr Freiheit. Ihr werdet es sehen

Nehmen wir die Konvention, dass es nur ein Schlafzimmer gibt, wenn man mit seinem Partner zusammen wohnt. Ich habe sogar Freunde, die mir erzählt haben, dass sie sich eine Bettdecke und ein Kissen teilen und sich wundern, warum so wenig Platz ist (OMG!).

Als mein Freund bei mir eingezogen ist, war klar: Jeder bekommt sein eigenes Zimmer mit seinem eigenen Bett! Wieso sollte ich mir die Freiheit nehmen lassen, früh ins Bett zu gehen, wenn mein Partner noch Fernsehen gucken will? Wieso sollte ich mir die Freiheit nehmen lassen, auszuschlafen, wenn mein Partner früh aufstehen muss? Wir schlafen auch oft in einem Bett; aber wir haben die Möglichkeit, alleine zu schlafen und nachts mal Ruhe von einander zu haben.

Mehr Freiheit durch eine 50/50 Aufteilung

Außerdem habe ich mich gefragt, wieso standardmäßig eine Mutter immer als Hauptbezugsperson für das Kind gesehen wird. Erzieherinnen in der Kita, Ärzte, Bekannte und Verwandte fragen mich oft viel mehr Sachen, die sie auch mal den Papa fragen könnten.

Als wir uns getrennt haben, wollten wir jedenfalls nicht, dass standardmäßig unser Sohn Vollzeit bei mir lebt. Dann hätte ich nie Zeit für mich gehabt! Deswegen haben wir uns entschieden, dass der Kleine 10 Tage bei mir wohnt und 4 Tage beim Papa. Durch diese Lösung hatte ich jedes 2. Wochenende frei und konnte tun und lassen, was ich wollte. Mittlerweile habe ich sogar eine komplette Woche frei, weil wir es 50/50 aufgeteilt haben. Ich frage mich, wie das andere Frauen machen, die als Vollzeit-Mütter quasi nie frei haben. Ich habe jedenfalls mehr Freiheit, als vor der Trennung.

2. Freiheit durch Ausreden:

Wer kennt es nicht: Man ist auf einer Party oder Familienfeier, ist müde und gelangweilt und will nach Hause gehen. Also steht man auf und sagt: „Ich glaube, ich gehe jetzt mal nach Hause.“ Und alle so: “Waaaaaaaaaassss??? Du kannst doch JETZT noch nicht gehen!“ Und schon sitzt man weitere zwei Stunden da und langweilt sich. Beim nächsten Mal verabschiedet man sich dann nur noch heimlich vom Gastgeber.

Damit man gar nicht erst in Situationen kommt, in denen man zwei Stunden seiner Freiheit opfern muss, sollte man genug Ausreden parat haben. Okay, das ist erst einmal nichts Neues. Aber ich möchte alle Freiheitsliebenden ermutigen, öfter zu Ausreden zu greifen. Gerade in Situationen, in denen die Wahrheit – selbst wenn sie völlig legitim ist – nicht gut ankommt. Viel zu oft fühlen wir uns verpflichtet an Feiern teilzunehmen und haben währenddessen das Gefühl, dass uns niemand vermisst hätte, wenn wir nicht da gewesen wären.

Bei mir funktioniert eine Ausrede mit meinem Sohn immer sehr gut. Ich sage einfach: „Puh, das wird zu spät für den Kleinen“ oder „Leider habe ich heute niemanden, der auf meinen Sohn aufpasst.“ Dafür hat jeder Verständnis. Es fragt keiner nach und es traut sich auch niemand mich zu überreden. Easy.

Eine Ausrede sollte so konkret wie möglich sein, ohne dass man sich in Lügen verstrickt. Deswegen ist für alle Personen ohne Kinder die Ausrede „Migräne“ und „Ich bekomme Besuch von meiner Mutter/Oma/Freundin“ besonders geeignet.

Für viele Leute ist Migräne ein großes Mysterium, welches mit viel Schmerz und Bettruhe zu tun hat. Deswegen wird auch kaum jemand versuchen, einen zu überreden beziehungsweise anzuzweifeln. Für die Besuch-Ausrede gilt, eine Person rauszusuchen, die am wenigsten mit eingeladen werden könnte: Bei der Party kommt die Oma vorbei. Bei der Familienfeier kommt die langersehnte Freundin aus Australien zu Besuch.

Mehr Freiheit durch offene Türen

Was ist Freiheit-Party Manchmal möchte ich mir aber auch alle Türen offen lassen. Dann will ich die Party erst einmal auschecken, um dann zu entscheiden, ob ich länger bleibe oder schon früh nach Hause gehe.

In diesen Situationen lasse ich mir vorher ebenfalls eine Ausrede einfallen. Diese Ausrede kann ich auf der Party aber schnell wieder rückgängig machen. Es wichtig, die Ausrede schon gleich beim Ankommen anzubringen. Am besten man sagt: „Hi, ich freue mich hier zu sein, aber ich hatte in den letzten Tagen Migräne. Ich muss erst einmal gucken, wie lange ich heute bleiben kann.“  Wenn mir die Feier dann gefällt, dann kann ich immer noch sagen: „Ach, naja das Schlimmste ist überstanden, ich bleib noch ein bisschen.“

Das funktioniert auch, wenn man am Montag noch nicht weiß, ob man am Freitag auf die Party Lust hat. Dann sagt man einfach: „Oh danke für die Einladung, aber ich habe am Freitag dieses lange Meeting, ich weiß noch nicht ob ich es schaffe.“ Und dann kann man freitags entscheiden ob man Lust hat oder nicht. Mehr offene Türen, mehr Freiheit! Taddaaaaa

3. Zu sich selber ehrlich sein

Frei sein bedeutet außerdem, ehrlich mit seinen Interessen und Vorlieben umzugehen und sich diese einzugestehen.

PinkIch habe zum Beispiel immer die Farbe Pink abgelehnt, weil es mich genervt hat, dass man als Mädchen automatisch pinke Dinge geschenkt bekommt und Pink toll finden soll. Anfang 20 dachte ich mir, dass Pink gar nicht so schlecht ist. Es hat aber noch gedauert, bis ich mir wirklich eingestehen konnte, dass ich Pink und Rosa und Lila total super finde. Ich hatte mich vorher selber eingeschränkt, obwohl ich für dieses ganze Gendercoloring eigentlich nichts kann.

Mich nervt es immer noch, dass es ausschließlich pinke Sachen für Mädchen und blaue Sachen für Jungs gibt, aber ich habe mir eingestanden, dass ich die Farbe Pink ästhetisch sehr schön finde und mich die Farbe glücklich macht. Also kaufe ich mir viele pinke Sachen ( ich sage nur -> Überkompensation ). Ich kaufe meinem Sohn auch pinke Sachen, wenn er sich das wünscht. Zum Beispiel eine rosa Prinzessinnen- Bürste oder ein pinkfarbenes Pony. Warum sollte ich ihm das vorenthalten und ihn einschränken, wenn er pink schön findet!?

Mehr Freiheit mit 50 Shades of Grey

Das gleiche gilt für Zeitschriften und Romane wie zum Beispiel Fifty Shades of Grey  . Wieso sollte ich als Philosophin nur Nietzsche und Kant lesen dürfen? Ich möchte mich auch unterhalten lassen. Diese Freiheit will ich mir jedenfalls nicht nehmen lassen. Man muss ja auch nicht der Philosophieprofessorin  erzählen, dass man Fifty Shades of Grey innerhalb von Tagen verschlungen hat  .

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